Crowd
VON GISÈLE VIENNE · EINE KOOPERATION MIT TANZ KÖLN

Foto: Estelle Hanania
TANZGASTSPIEL
Depot 1
Tickets
https://www.schauspiel.koeln
Schauspiel Köln
Schanzenstraße 6-20, 51063 Köln
Do 05 Jun 19.30
Zum Auftakt des letzten BRITNEY X Festivals haben wir erstmals die französisch-österreichische Multimediakünstlerin Gisèle Vienne in Köln zu Gast. Von Haus aus Puppenspielerin und Philosophin gilt sie als Meisterin der Inszenierung seelischer Abgründe. In ihrem Stück CROWD legt sie gemeinsam mit dem Autor Dennis Cooper die Gefühlswelten einer den Bühnenraum allmählich füllenden Party-Crowd offen. Mittels Slow Motion und Tableaux Vivants werden kühl und präzise die sich in der Ekstase auflösenden Feiernden seziert. Inspiriert durch die Clubkultur der Metropolen, durch Techno, Rave und Punk entsteht so ein Abbild zwischen Traum und Realität. Im Sog der Rave-Kultur der 1990er-Jahre bringt CROWD unsere lineare Wahrnehmung von Zeit zum Stillstand: Bewegung und Bild beginnen sich zu überlappen, das Seh- und Hörerlebnis reißt auf und trotzdem: Der Puls bleibt. CROWD, uraufgeführt im November 2017 und seitdem weltweit auf Tour, lässt uns auf überwältigende Weise teilhaben an einer magischen wie auch formal hochstilisierten Reflexion über Gemeinschaft, Begegnung, Intimität, Bedrohung und Befreiung.
VON & MIT
Konzept, Choreografie, Szenografie und Dramaturgie: Gisèle Vienne · Assistenz: Anja Röttgerkamp, Nuria Guiu Sagarra · Musikauswahl: Underground Resistance, KTL, Vapour Space, DJ Rolando, Drexciya, The Martian, Choice, Jeff Mills, Peter Rehberg, Manuel Göttsching, Sun Electric and Global Communication · Edits, Playlist: Peter Rehberg, Gisèle Vienne · Sounddiffusion: Stephen O’Malley · Soundtechnik: Adrien Michel · Lichtdesign: Patrick Riou
Performer*innen: Philip Berlin, Morgane Bonis, Marine Chesnais, Malick Cissé, Sylvain Decloitre, Sophie Demeyer, Vincent Dupuy, Rehin Hollant, Theo Livesey, Maya Mass, Audrey Merilus, Katia Petrowick, Linn Ragnarsson, Nuria Guiu Sagarra, Jonathan Schatz
Performer*innen: Philip Berlin, Morgane Bonis, Marine Chesnais, Malick Cissé, Sylvain Decloitre, Sophie Demeyer, Vincent Dupuy, Rehin Hollant, Theo Livesey, Maya Mass, Audrey Merilus, Katia Petrowick, Linn Ragnarsson, Nuria Guiu Sagarra, Jonathan Schatz
Gisèle Vienne
Gisèle Vienne ist eine französisch-österreichische Künstlerin, Choreografin, Theater- und Filmregisseurin. Seit ihrer Kindheit wurde sie von ihrer Mutter, Dorothéa Vienne-Pollak, in der bildenden Kunst ausgebildet. Sie studierte Tanz und Musik, Philosophie und Puppenspiel. In den vergangenen zwanzig Jahren waren ihre Arbeiten in Europa, Asien und Amerika auf Tournee, darunter die Produktionen SHOWROOMDUMMIES (2001/2009/2013/2020), I APOLOGIZE (2004), KINDERTOTENLIEDEr (2007), JERK (2008), This Is How You Will Disappear (2010), LAST SPRING: A PREQUEL (2011), THE VENTRILOQUISTS CONVENTION (2015) in Zusammenarbeit mit dem Puppentheater Halle, CROWD (2017), L'ETANG (2021) und EXTRA LIFE (2023, eingeladen zum Theatertreffen 2024). Viennes Fotografien und Installationen werden in zahlreichen Museen ausgestellt, unter anderem im Whitney Museum, New York; Centre Pompidou, Paris; Museo Nacional de Bellas Artes, Buenos Aires und im Centre d'Art Contemporain, Genf. Sie hat zwei Bücher veröffentlicht: JERK/THROUGH THEIR TEARS (2011) in Zusammenarbeit mit Jonathan Capdevielle, Dennis Cooper und Peter Rehberg sowie 40 PORTRAITS (2003–2008) in Zusammenarbeit mit Dennis Cooper und Pierre Dourthe (2012). Ihre Arbeit hat zu diversen Publikationen und die Originalmusik ihrer Shows zu mehreren Alben geführt. Eine neue Publikation – THIS CAUSES CONSCIOUSNESS TO FRACTURE, die dem gemeinsamen Werk von Gisèle Vienne und Estelle Hanania gewidmet ist, mit einem Text von Elsa Dorlin und einem Nachwort von Anna Gritz, wurde im Herbst 2024 vom Haus am Waldsee zusammen mit Spector Books herausgegeben.
Koproduzent*innen
Koproduzenten Théâtre Nanterre-Amandiers, centre dramatique national / Maillon, Théâtre de Strasbourg – Scène européenne / Wiener Festwochen / Le Manège, scène nationale – Reims / Théâtre National de Bretagne – Centre Européen Théâtral et Chorégraphique / Centre Dramatique National Orléans / Centre-Val de Loire / La Filature, Scène nationale – Mulhouse / BIT Teatergarasjen, Bergen